Welches Bier bei grosser Hitze?

Stellen Sie sich vor: 30 Grad im Schatten, kaum ein Lüftchen zur Abkühlung. Das Letzte, was Ihr Körper jetzt braucht, ist ein 7%iges IPA, das Sie wie ein Presslufthammer trifft. Was der Körper wirklich will, ist erfrischende, durstlöschende Leichtigkeit.

Als Erstes lohnt sich ein Blick auf den Alkoholgehalt. Ein Bier mit 4-5% wird besser verdaut, schlägt nicht zu und lässt, genauso wichtig, Platz für ein zweites Glas ohne Nickerchen auf der Terrasse. Diese alkoholärmeren Biere nennt man Sessions, und sie sind der ideale Sommerbegleiter.

Die Session IPA von Kitchen Brew erfüllt alle Kriterien für die Hitzewelle: kräftige Spät-Hopfung, fruchtig-würzige Aromen, dabei eine Leichtigkeit, die einen ganzen Nachmittag in der Sonne verzeiht. Der Beweis, dass weniger Alkohol nicht weniger Geschmack bedeutet.

Stile, die für Sommertage gemacht sind, nicht nachträglich angepasst

Manche Biere wurden nicht im Nachhinein für den Sommer angepasst, sie waren von Anfang an genau dafür gedacht. Der Gose-Stil ist dafür das perfekte Beispiel. Ihre salzige Note und die milchsäurehaltige Frische löschen den Durst fast wie Wasser, nur mit mehr Charakter. La Minérale von der Brasserie La Mine, gebraut mit Salz aus den Minen von Bex, ist dafür das perfekteste Schweizer Beispiel. Auf lamise.ch finden Sie die Ritterguts Gose aus Leipzig, die die historische Version des Stils bietet: trockener, weniger fruchtig. Zwei Ansätze, ein Reflex – Salz vor Malz suchen.

Weissbiere schlagen einen anderen Weg ein, landen aber am selben Punkt. Solalex von La Mine, mit Kümmel gebraut, überrascht mit unerwarteter Aromatik. Nanuq von Couvaloup spielt die klassischere Karte, leicht ab dem ersten Schluck. Keines der beiden erschlägt den Gaumen.

Die Serviertemperatur, das Detail, das alles verändert

Niemand mag ein lauwarmes Bier. Aber die richtige Temperatur zu finden, geht darüber hinaus. 4 bis 6°C sind ideal. Zu kalt, und die Aromen verschwinden komplett. Dann kann man auch gleich Mineralwasser trinken, was wir bei diesen wahnsinnigen Aussentemperaturen übrigens ebenfalls empfehlen.

Einfache Pairings, ohne es zu verkomplizieren

Bei Food-Pairings ist Einfachheit die sicherste Wahl. Gose zu Austern oder gegrillten Crevetten: die Salzigkeit verlängert das Meeresaroma. Weissbier zu Sommersalat oder rohem Fisch: die Zitrusnoten antworten sich. Session IPA zu gegrilltem Gemüse: die Fruchtigkeit trägt, ohne zu dominieren. Im Zweifel immer die unkomplizierteste Kombination wählen.

Hitzewelle hin oder her, nicht vergessen, ausreichend zu trinken: ein Glas Wasser zwischen zwei Bieren macht den Unterschied. Schweizer Craft Bier übersteht den Sommer sehr gut, solange man richtig wählt.

Die Brauerei des Monats
Brasserie La Meute

Brasserie La Meute

Weitere Infos