Brasserie La Meute
Hoch über dem Neuenburger Jura versorgt die Brasserie de la Meute La Chaux-de-Fonds und die Region seit zehn Jahren mit Bier. Alles beginnt 2016 in Lausanne, als drei Freunde einer einfachen Idee folgen: ihr eigenes Bier zu brauen. Damals ist es noch ein reines Hobby – eine Gelegenheit, gute Momente unter Gleichgesinnten zu teilen.
Mit jedem neuen Sud wächst der Wunsch, sich zu vergrössern und zu professionalisieren. Die Brauerei zieht daraufhin nach La Chaux-de-Fonds um – ein Umzug, der durch den Platzbedarf und die wachsende Produktion nötig wird.
Und der Name? Die Tierwelt wurde schnell zum Markenzeichen des Hauses: Jede Kreation trägt den Namen eines Tiers, das an das jeweilige Bier erinnert – eine verspielte Art, jedem Rezept seinen eigenen Charakter zu verleihen. Eine «Meute» ist genau das, was zusammenhält – der Name lag also auf der Hand.
Über das Brauen hinaus liegt der Brauerei La Meute vor allem eines am Herzen: das lokale Netzwerk lebendig zu halten. Bier wird hier als starkes Bindeglied zwischen Menschen verstanden, als Gelegenheit, mit lokalen Akteuren zusammenzuarbeiten. Diese Philosophie zeigt sich in der regelmässigen Präsenz an Festivals, Konzerten und regionalen Veranstaltungen – bis hin zur berühmten Gypaète, die das ganze Jahr über zu 100% biologisch und unter dem Label Neuchâtel Vins et Terroir gebraut wird, und einmal jährlich in einer Spezialedition erscheint: mit frisch geerntetem Hopfen aus dem partizipativen Hopfengarten der Brauerei, der von Hopfenfreunden aus der Region gepflegt wird.
Bei den Rohstoffen setzt die Brauerei bevorzugt auf europäische Produzenten. Lange galten Hopfen von jenseits des Atlantiks als unverzichtbar – heute sind sie nicht mehr die Einzigen, die aussergewöhnliche Aromaprofile liefern: Dank der Auswahl- und Innovationsarbeit europäischer Hopfenbauern gibt es inzwischen Sorten, die ebenso reiche und komplexe Aromen bieten. Eine Wahl, die es erlaubt, mit vertrauenswürdigen Partnern zu arbeiten und gleichzeitig moderne, ausdrucksstarke Biere ohne Kompromisse bei der Qualität zu brauen.
Neugierige sind vor Ort herzlich willkommen: Führungen und Degustationen geben Einblick hinter die Kulissen des Brauens und die Möglichkeit, das Team persönlich kennenzulernen. Für Feste und private Anlässe bietet die Brauerei zudem Zapfanlagen zur Miete an – für frisches, lokales Bier zu jedem Anlass.
Heute wird das Projekt von einem kleinen, leidenschaftlichen Team getragen: Louise Boinay kümmert sich um Lieferungen und Logistik, Robin Fatton ist Brauereihelfer und für die Abfüllung zuständig, Anton Thiébault wacht über die Produktion, und Kevin Cornu leitet die Brauerei. Teilen, Vertrauen und die Freude an der gemeinsamen Arbeit stehen dabei im Zentrum.
Anekdote der Brauerei
„Als einer der Teilhaber der Brauerei einen neuen Lebensabschnitt begann, wollte das Team das auf seine eigene Art feiern: Ein mit Bier gefüllter Tank wurde kurzerhand zur Badewanne umfunktioniert, gleich daneben eine Zapfanlage aufgestellt – für einen Abend verwandelte sich die Brauerei in ein regelrechtes Bier-Spa. Eine eigenwillige Art, all die gemeinsamen Braujahre zu feiern. „
